Dublin, meine Studienstadt

 

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zurück von der Westküste - wieder rein ins Studieren

Mit Dublins Bussen werde ich wohl keine Freundschaft mehr schließen. Vor Wochen hatte ich noch das überregionale Busnetz gelobt, aber bereits die wachsweichen Taktzeiten in Dublin selbst beklagt, nun folgendes: ich hatte ja vergangene Woche meinen ersten Godi hier in Dublin zu spielen. Dieser sollte um 11 Uhr beginnen - also hatte ich mich frühzeitig zur Bushaltestelle begeben, um ja reichtzeitig zu kommen. Da man ungefähr von einer Fahrzeit um die 30 min ausgehen muss, war ich schon um 9.45 Uhr bereit in einen Bus einzusteigen. Das Problem nur: es kam keiner.... ich wartete ca. 35 min bis dann der erste Bus endlich kam. Damit nicht genug... Da ich in der Innenstadt noch umsteigen durfte, hatte ich die Ehre erneut 15 min zu warten. Wer nun die Zeiten addiert, erkennt, dass das zu einem Problem führt... schließlich sollte ich nicht um 11 Uhr da sein, sondern -um die Nerven der Pastorin und auch von mir zu beruhigen- doch ein wenig vorher. Ich kann von Glück sprechen, dass ich 2 vor 11 an der Kirche angekannt kam. Der Lektor und die Pastorin waren bereits dabei, die Lieder des Sonntages acappella zu üben :D. Trotz etwas erhötem Adrenalinspiegel (schließlich bin ich nicht von der Bushaltestelle zur Kirche geschlendert) ging alles gut und für nächste Woche wird mir ein Taxi spendiert, sodass ich pünktlich da sein kann (was wohl unterstreicht, dass die Herrschaften mit mir zufrieden waren).

Am Montag ging es dann auf zur Westküste - aber erneut mit Hindernissen, die ich dem Busverkehr zu verdanken hatte. Da die Busgesellschaft Online-Tickets zu verbilligten Preisen anbietet, hatte sich meine Reisegruppe dafür entschieden, natürlich diese zu nehmen. Allerdings kann man da schnell man Fehler machen..... z.B. wenn man davon ausgeht, dass man mit einem Ticket Dublin-Galway an der Haltestelle "Dublin Airport" zusteigen kann. Doch leider gehört für diese Busgesellschaft, der Airport einer Stadt nicht mehr zu eigentlichen Stadt. Was eigentlich immer noch kein Problem sein sollte, schließlich war der Halt in der Stadtmitte vor dem am Airport... Naja - egal, der Busfahrer wollte das net einsehen, schob es auf die Technik, dass er zweien von fünfen (die anderen drei hatten glücklicherweise als Abfahrt den Airport gewählt) kein Ticket rauslassen konnte. Also bin ich mit meinem spanischen Kollegen quer durch die Stadt gefahren, um einen der nächsten Busse zu erwischen. Dank Ortskenntnis konnten wir die offizelle Fahrzeit (ohne Umsteigen vom Airport 90 min) auf etwas unter eine Stunde (durch zweimaliges Umsteigen - wochentags kann man das schon mal wagen) drücken und hatten dann nur zwei Stunden Verspätung in Galway (statt vier, wenn wir die offizielle Route genommen hätten).

In Galway angekommen, konnten wir dann alle unseren Urlaub genießen. Am Montag Abend besichtigten wir -im Regen, was erwartet man sonst von der Westküste- das kleine Städtchen Galway. Tags drauf ging es dann per Bus und Schiff zu den Aran Islands, einem wirklich wunderschönen Fleckchen Erde. Obwohl uns die Wettervorhersage wenig Mut gemacht hatte, klarte es gegen Mittag auf und wir konnten die Inselpracht sogar unter blauem Himmel genießen. Zwar hatte es immer noch relativ stark gewindet, aber man kann ja nicht alles haben. Den Führer, den wir auf der Insel hatten, war super nett. Er ließ sich selbst nicht durch zwei Inder aus der Ruhe bringen, die ständig darum baten, mit dem Auto ein paar Meter zurück zu fahren, um so bedeutsame Gebäude wie die Primary School der Insel fotografieren zu können. Am Ende gab er uns fünf ERASMUS-Studenten noch den Tipp, wie wir das schönste Fleckchen der Insel erwandern können... und ich kann sagen, das hat sich absolut gelohnt! Klippen habe ich ja bereits schon viele hier in Irland gesehen, aber nirgendwo so imposante (zwar nicht von der Höhe her, aber mit der ganzen Landschaft herum, die überhaupt nicht touristisch ausgelegt war, da man ne dreiviertel Stunde zu Fuß laufen musste, da dorthin kein befahrbarer Weg mehr führt). Gepaart mit dem sehr starken Wellengang des Atlantiks (für irgendwas muss der Wind ja gut sein) war das ein absolut unglaublicher Anblick und ein wunderschön gelungener Tag für uns.

Tag zwei bestand dann aus einer Fahrt durch die Connamara Mountains. Landschaftlich nicht ganz so spektakulär und vom Wetter auch nicht ganz so gesegnet, wie am Vortag, würde ich jetzt vielleicht in höchsten Tönen davon schwärmen, wenn wir am Tag davor nicht auf den Aran Islands gewesen wären. Auch der Busfahrer, den wir an dem Tag hatten, war nicht ganz so dolle drauf, was der Tour für mich nur das Prädikat "ganz nett" gab. Zu "Herausragend" fehlte dann doch noch etwas.

Wer an der Westküste als Tourist ist, der wird früher oder später auch zu den "Cliffs of Moher" gelangen. Schließlich sind diese Klippen in die Endausscheidung der sieben "neuen Weltwunder" gewählt worden. Beeindruckend war allerdings nur deren Höhe.... sonst war es eher ein mauer Tagesausflug. Das lag zum einen am sehr schlechten Wetter. Bei Windgeschwindigkeiten von ca. 110 km/h (lt. Busfahrer) und stürmischem Regen kann man einfach nichts in der freien Natur genießen. Weiterer Minuspunkt war sicherlich, dass aufgrund der Höhe der Klippen, es nicht erlaubt war, bis ganz an den Rand zu gehen, da ein Wall von ca. 5 Metern Breite zu den Klippen hin es verhinderte . Bei den Aran Islands Klippen, die ungefähr zwei Drittel der Höhe haben, hatte das keinen interessiert und damit hat es auch keine Absperrungen gegeben. Viel imposanter war dann die Straße an den Klippen entlang. Doch seht selbst in meinem Fotoalbum mit vielen neues Fotos und auch ein paar Videos.

Viele Grüße jetzt wieder von der Ostküste Irlands

5.2.11 16:50
 



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